Die Ewigkeit dauert genau so lange, bis der Mensch die Idee leugnet.
Mittwoch, 18. November 2009
Mutschka
Ich fragte Mama, was sie für mich sei.
Sie sagte: "Kind, ich bin dir nicht nur einerlei!"
"Aber was verbindet uns denn wirklich?"
"Wenn du aus der Schule kommst,
frag ich dich, wie's um dich steht,
ob du Hunger hast
und wie's dir geht,
selbst wenn ich weiß,
du gibst ungern Antwort,
so frag ich dich auch morgen
und die Tage immer fort.
Und bis du mir dein Herz öffnen willst,
muss ich es beschützen,
dass ihm nichts anderes einfiele,
als deiner Mutter Liebe
als große Stütze."
Sie sagte: "Kind, ich bin dir nicht nur einerlei!"
"Aber was verbindet uns denn wirklich?"
"Wenn du aus der Schule kommst,
frag ich dich, wie's um dich steht,
ob du Hunger hast
und wie's dir geht,
selbst wenn ich weiß,
du gibst ungern Antwort,
so frag ich dich auch morgen
und die Tage immer fort.
Und bis du mir dein Herz öffnen willst,
muss ich es beschützen,
dass ihm nichts anderes einfiele,
als deiner Mutter Liebe
als große Stütze."
Donnerstag, 12. November 2009
Das Unaussprechliche
Ja, so sind die Dichter.
Es ist ihnen eine Farce,
dass sich ein Ding der Sprache entziehe.
Sie sind zu gerne Richter.
Doch sich einem solchen Paradox zu widmen
ist ihnen eine derbe Raserei,
denn sie kämpfen alle gemeinsam
für die Wortklauberei.
Selbst das höchst Unaussprechliche
pressen sie in ein Gewand
und verkaufen es als Offenbarung,
die Mystik nimmt überhand.
Ein Wort für NICHTS
oder das NICHTS für ein Wort?
Der Literat hält nicht dicht,
er fordert die Maxime! Sofort!!
Das NICHTS muss sterben!
Man setze vielleicht Erotik an seine Stelle.
Als Gewand ein Négligé
und dessen Träger säumen eine Dauerwelle.
NEIN! Plötlich wird die Nacktheit zu greifbar!
Die Frau trage einen Hauch von NICHTS!
---und der eiserne Dichter wird dem Komplexen wieder gewahr-
Sprache kommt an ihre Grenzen...bis...-
Ja, so sind die Dichter.
Sie klammern ganz furchtbar
und stinken.
Sind meistens aufblasbar,
auf Abruf bereit,
die Pumpe das Bier,
mit dem NICHTS im Streit,
boxen in die Luft, das NICHTS im Visier.
Aber sie blasen sich auf
und fallen wieder in sich zusammen,
erzeugen einen Wunderwind,
den sie mit Euphorie entflammen.
Bis der Erste das Licht am Ende des Tunnels sieht,
der Zweite vielleicht ein Atombombentestgebiet,
ein Nächster ein...Glied,
und für den danach ist der Dichter seines größten Glückes schmied...
Dabei wirkt es einen Moment wie all das.
Was danach kommt ist LEERE.
Dem Poet wäre es eine Farce
gäb das Publikum sich dieser Schwere.
Denn auch das NICHTS hat seinen Moment,
es hat ein Recht darauf zu leben!
Es verbraucht NICHTS an Platz & NICHTS an Zeit
und ist dennoch existent!
Ja, so sind die Dichter.
Sie geben nicht zu,
dass sich etwas der Sprache entziehe.
Wir sind zu gerne Richter.
Und wenn da NICHTS ist,
dann ist da mindestens ein Vakuum!
Mindestens keine Spur von Korpulenz!
Da! Ein Funke der Auflösung
und des Ödland Kompetenz!
Ein ultimatives Drumherum,
ein Firlefanz, ein Klacks,
nicht die Bohne an Füllung
und keine Silbe Zuwachs.
Es ist nicht das NICHTS!
Es ist ein Haus aus Fenstern.
Und wer klug ist, schmeißt Steine dagegen,
bringt das Orchester
der Einöde verwegen
zum Klingen.
Dann hört man NICHTS...
"Wer ohne Pult ist
werfe den ersten Stein!"
Denn das Pult der Formalität
gibt dem NICHTS keinen Raum!
Es ist die künstlerische Freiheit,
SIE ist die Rampensau!
Ja, so sind die Dichter.
Sie blöken vor Überzeugung,
sind sich aber gar nicht mal so sicher.
Es ist ihnen eine Farce,
dass sich ein Ding der Sprache entziehe.
Sie sind zu gerne Richter.
Doch sich einem solchen Paradox zu widmen
ist ihnen eine derbe Raserei,
denn sie kämpfen alle gemeinsam
für die Wortklauberei.
Selbst das höchst Unaussprechliche
pressen sie in ein Gewand
und verkaufen es als Offenbarung,
die Mystik nimmt überhand.
Ein Wort für NICHTS
oder das NICHTS für ein Wort?
Der Literat hält nicht dicht,
er fordert die Maxime! Sofort!!
Das NICHTS muss sterben!
Man setze vielleicht Erotik an seine Stelle.
Als Gewand ein Négligé
und dessen Träger säumen eine Dauerwelle.
NEIN! Plötlich wird die Nacktheit zu greifbar!
Die Frau trage einen Hauch von NICHTS!
---und der eiserne Dichter wird dem Komplexen wieder gewahr-
Sprache kommt an ihre Grenzen...bis...-
Ja, so sind die Dichter.
Sie klammern ganz furchtbar
und stinken.
Sind meistens aufblasbar,
auf Abruf bereit,
die Pumpe das Bier,
mit dem NICHTS im Streit,
boxen in die Luft, das NICHTS im Visier.
Aber sie blasen sich auf
und fallen wieder in sich zusammen,
erzeugen einen Wunderwind,
den sie mit Euphorie entflammen.
Bis der Erste das Licht am Ende des Tunnels sieht,
der Zweite vielleicht ein Atombombentestgebiet,
ein Nächster ein...Glied,
und für den danach ist der Dichter seines größten Glückes schmied...
Dabei wirkt es einen Moment wie all das.
Was danach kommt ist LEERE.
Dem Poet wäre es eine Farce
gäb das Publikum sich dieser Schwere.
Denn auch das NICHTS hat seinen Moment,
es hat ein Recht darauf zu leben!
Es verbraucht NICHTS an Platz & NICHTS an Zeit
und ist dennoch existent!
Ja, so sind die Dichter.
Sie geben nicht zu,
dass sich etwas der Sprache entziehe.
Wir sind zu gerne Richter.
Und wenn da NICHTS ist,
dann ist da mindestens ein Vakuum!
Mindestens keine Spur von Korpulenz!
Da! Ein Funke der Auflösung
und des Ödland Kompetenz!
Ein ultimatives Drumherum,
ein Firlefanz, ein Klacks,
nicht die Bohne an Füllung
und keine Silbe Zuwachs.
Es ist nicht das NICHTS!
Es ist ein Haus aus Fenstern.
Und wer klug ist, schmeißt Steine dagegen,
bringt das Orchester
der Einöde verwegen
zum Klingen.
Dann hört man NICHTS...
"Wer ohne Pult ist
werfe den ersten Stein!"
Denn das Pult der Formalität
gibt dem NICHTS keinen Raum!
Es ist die künstlerische Freiheit,
SIE ist die Rampensau!
Ja, so sind die Dichter.
Sie blöken vor Überzeugung,
sind sich aber gar nicht mal so sicher.
Donnerstag, 5. November 2009
In Zukunft isst Holger sich selbst
Wenn da drinnen
nicht mehr ist,
rein gar nichts,
nur noch Vogelschiss,
dann muss da was rein.
Woher den Inhalt?
"Ich bin halt.",
sagt Holger.
Und in allem was er ist
stößt es ihn ab.
Holger läuft rückwärts,
das hält ihn auf Trapp.
Nichts liegt vor ihm,
außer ein Steak.
Nichts liegt in ihm,
außer dem Steak.
Denn alles was vor ihm liegt
schlägt ihm auf den Magen,
die Stunden die sich dehnen
platzen seinen Kragen.
"Allein sein
ist kein Sein...",
flüstert das Steak.
Holger rauft sich die Haare.
Wenn es bloß nicht vor ihm läg-
Er stolpert rückwärts,
das Fleisch -irgendwo- nur noch ein roter Fleck am Horizont.
Stolpert Treppen runter,
lässt das STück Fleisch vor sich liegen.
Der Weg zurück streicht die Wände bunter,
er hebt die Hände, um sich andersrum zu verabschieden.
Holger rennt, er rennt
ohne zu fallen.
Der Rückenwind brennt
nicht in seinen Augen,
seine Worte klingen wie das große Lallen,
grüßt die ihm unangenehm ähnliche Nachbarin
"ollaH annA!", streicht sich verlegen das Kinn,
Dann kommen die Häuser,
alles dreht sich um Holger,
Backsteingemäuer,
Passanten, keine Verfolger
ihm auf den Fersen mehr,
die Straßen gefegt leer.
Er biegt rückwärts in den Schweinestall.
Eine Zeitlang wirkt der wie ein Reinheitsfall,
wie er so erlebt daliegt...
...und Holgers ehemaliges Tierhüter-Dasein im Bauernbetrieb.
Er läuft wie auf Stelzen durch das Stroh,
atmet tief ein, merkt gleich was ihm droht.
"Ihr seid das Salz der Erde!",
riecht man hier zwischen den Tieren ganz deutlich.
Und wo ICH dabei sein werde
ist mir nicht gebräuchlich.
Ich bin der Soundtrack
von "Zurück in die Zukunft",
bin der Dreck
heruntergebrannter Kerzen meiner Vernunft.
Ich bin der Abschaun auf dem Magensaft
meiner verdauten Lebenskraft,
bin ein Vorfahre meiner selbst,
ich bin nach dem Sommer der Herbst.
Ich bin Kafka mit Vater auf Bordellbesuch.
Ich bin allerhöchstens ein Tagebuch.
Aber wenn da drinnen
nichts mehr ist,
rein gar nichts,
nur noch ein eiserner Schiss,
dann muss da was rein!
Denn alles was drinn ist
hinterlässt einen Furz.
Holger wälzt sich im Mist,
er braucht das kurz.
Die Frage ist, wer ihn überredet
den Schritt nach vorn zu machen,
denn wenn man sich rückwärts freut,
bleibts im Halse stecken das Lachen...
haha...h..a...ha...krg.
Er schluckts einfach runter
und grunzt dabei,
fühlt sich immer ungesunder,
es liegt im Magen wie Blei.
Festgetackter am Scheunenboden
sieht er die Schweine, die maroden,
ist ihnen gänzlich verbunden,
sieht ihre runden
Bäuche
voller Säuche.
Sie haben keine Zukunft,
leben vom Silo in den Mund.
Aber IHNEN macht es nichts aus...
Und woher ein Inhalt?
"Ich bin halt",
sagt Holger.
Fängt an vorwärts zu laufen,
schlachtet ein ihm unangenehm ähnliches Schwein,
ums morgen vom Bauern zu kaufen.
Dann sitzt er da in seiner Küche,
merkt dass er selbst vor sich liegt,
spürt sämtliche Brüche
die er im Arme wiegt.
Er ist die Sau,
die Sau ist er.
Das Steak soll ihn aufbaun,
doch das wär
wie Oralverkehr
mit sich selbst.
nicht mehr ist,
rein gar nichts,
nur noch Vogelschiss,
dann muss da was rein.
Woher den Inhalt?
"Ich bin halt.",
sagt Holger.
Und in allem was er ist
stößt es ihn ab.
Holger läuft rückwärts,
das hält ihn auf Trapp.
Nichts liegt vor ihm,
außer ein Steak.
Nichts liegt in ihm,
außer dem Steak.
Denn alles was vor ihm liegt
schlägt ihm auf den Magen,
die Stunden die sich dehnen
platzen seinen Kragen.
"Allein sein
ist kein Sein...",
flüstert das Steak.
Holger rauft sich die Haare.
Wenn es bloß nicht vor ihm läg-
Er stolpert rückwärts,
das Fleisch -irgendwo- nur noch ein roter Fleck am Horizont.
Stolpert Treppen runter,
lässt das STück Fleisch vor sich liegen.
Der Weg zurück streicht die Wände bunter,
er hebt die Hände, um sich andersrum zu verabschieden.
Holger rennt, er rennt
ohne zu fallen.
Der Rückenwind brennt
nicht in seinen Augen,
seine Worte klingen wie das große Lallen,
grüßt die ihm unangenehm ähnliche Nachbarin
"ollaH annA!", streicht sich verlegen das Kinn,
Dann kommen die Häuser,
alles dreht sich um Holger,
Backsteingemäuer,
Passanten, keine Verfolger
ihm auf den Fersen mehr,
die Straßen gefegt leer.
Er biegt rückwärts in den Schweinestall.
Eine Zeitlang wirkt der wie ein Reinheitsfall,
wie er so erlebt daliegt...
...und Holgers ehemaliges Tierhüter-Dasein im Bauernbetrieb.
Er läuft wie auf Stelzen durch das Stroh,
atmet tief ein, merkt gleich was ihm droht.
"Ihr seid das Salz der Erde!",
riecht man hier zwischen den Tieren ganz deutlich.
Und wo ICH dabei sein werde
ist mir nicht gebräuchlich.
Ich bin der Soundtrack
von "Zurück in die Zukunft",
bin der Dreck
heruntergebrannter Kerzen meiner Vernunft.
Ich bin der Abschaun auf dem Magensaft
meiner verdauten Lebenskraft,
bin ein Vorfahre meiner selbst,
ich bin nach dem Sommer der Herbst.
Ich bin Kafka mit Vater auf Bordellbesuch.
Ich bin allerhöchstens ein Tagebuch.
Aber wenn da drinnen
nichts mehr ist,
rein gar nichts,
nur noch ein eiserner Schiss,
dann muss da was rein!
Denn alles was drinn ist
hinterlässt einen Furz.
Holger wälzt sich im Mist,
er braucht das kurz.
Die Frage ist, wer ihn überredet
den Schritt nach vorn zu machen,
denn wenn man sich rückwärts freut,
bleibts im Halse stecken das Lachen...
haha...h..a...ha...krg.
Er schluckts einfach runter
und grunzt dabei,
fühlt sich immer ungesunder,
es liegt im Magen wie Blei.
Festgetackter am Scheunenboden
sieht er die Schweine, die maroden,
ist ihnen gänzlich verbunden,
sieht ihre runden
Bäuche
voller Säuche.
Sie haben keine Zukunft,
leben vom Silo in den Mund.
Aber IHNEN macht es nichts aus...
Und woher ein Inhalt?
"Ich bin halt",
sagt Holger.
Fängt an vorwärts zu laufen,
schlachtet ein ihm unangenehm ähnliches Schwein,
ums morgen vom Bauern zu kaufen.
Dann sitzt er da in seiner Küche,
merkt dass er selbst vor sich liegt,
spürt sämtliche Brüche
die er im Arme wiegt.
Er ist die Sau,
die Sau ist er.
Das Steak soll ihn aufbaun,
doch das wär
wie Oralverkehr
mit sich selbst.
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