Freitag, 15. Oktober 2010

Vor 3, 4 Tagen ist mir Platon auf den Fuß getreten
und ich sagte: „Ey, mach nisch so!“

Doch clever wie er war,
verhedderte er mich gleich in seine Denke
und sagte: „ Das Wasser ist schuld!“
Mir war egal was er damit meinte:
„Was saggt deer?!“

Als wüsste er doch was er da redete,
kaufte er sich ein Erdbeereis.
Das ließ ihn für mich Mensch werden.
Vor allem, weil er den Eismann um 20 Cent-Euro beschiss.

Ich wollte es Platon nicht zu einfach machen,
aber er machte es sich selbst einfach,
also hatte ich keine Chance.
Wenn jemand einfache Dinge
in kurzen Sätzen schreibt,
kommen die einfach an,
egal ob man will oder nicht:
Im Niveau flexibel.
Deine Mutter kann nicht kochen.
„Facebook“ heißt „dein Gesicht verbuchen“ und zwar an einen fremden Avatar, dessen Besitzer glücklich ist, wenn sein Avatar glücklich ist, der –oh Schreck, oh Schreck- ein erfundenes Leben über seinen Besitzer preisgibt, dessen Arbeitgeber das glaubt und ihn aufgrund von Partybildern aus dem echten Leben aus dem Dienst entlässt, aber seinem Avatar verzeihen kann, weil er sonst die 300 an Freunden nicht voll machen könnte.
Angekommen?
Nö.

„Das Wasser ist schuld.“
„Das Wasser ist schuld.“
Bei kurzen Sätzen ist auch der Grund schnell egal.
„Das Wasser ist schuld.“
„Das Wasser ist schuld.“

Ich merke wie Platon mich ohrfeigt,
seine Denke hatte mich apathisch sabbern lassen
und meine Augen in den Schädel gedreht.
Und während dieses Zustands war mein einziger Gedanke:
„Es brechen dunkle Zeiten an.“
Platon ohrfeigte mich also.
Patsch, Patsch, Patsch.
„Nichts lebt ohne Wasser!“
Patsch, Patsch, Patsch.
Ich widersprach und empfiehl „The Big Lebowsky“.
Wasser gebe Leben und in allem Leben stecke etwas Göttliches.
Ich stimmte zu,
weil die Bäume mir manchmal mit Blättern Nachrichten auf den Bürgersteig schrieben
und sagte noch: „Platon, ich würde zum Beispiel nie an Diätkuchen auch nur denken, egal wie fett ich würde.
Auch ich habe Prinzipien, nicht nur du!!!!!:
Gott? Wasser?
Äh, Zusammenhang?

Wie kann die Ewigkeit Grund der Vergänglichkeit sein?
Wie kann die Idee Grund des Handelns sein?
Wie kann das Gedachte Grund des Erlebens sein?
Wie kann das Paradies Grund für menschliches Leben auf Erden sein?
Wie kann Vergangenes Grund für Vergänglichkeit sein?
Wie kann Gestern Grund für Heute sein?“

Danach sagte er noch einen Satz, der mich bis heute ohrfeigt:
„ Das eine hat mit dem anderen nichts zu tun,
denn wann ist dein Kopf Grund genug für dein Herz?“

Ich hasste seine Denke, hätte ihm gerne göttliches Wasser in den V-Ausschnitt gekippt,
aber küsste ihm die Stirn
Das wirkt so beschützend.
Und man muss Platon beschützen.

Sein Eis war längst geschmolzen.

Sonntag, 10. Oktober 2010

Herr Winkelmann

Manchmal, wenn die Uhr fünf vor Mitternacht sagt,
dann sitzt jemand am Klavier und spielt keinen Ton.
Manchmal, wenn ich meine Haare föhne,
macht jemand irgendwo „ööööh“,
aber ich kann ihn nicht vom Föhngeräusch unterscheiden.
Manchmal, so um den dreh rum, sitzt jemand in der Küche
stört den Radioempfang und zählt halblaut die Messer in der Schublade.

Dann denk ich,
da wohnt doch jemand in meinem toten Winkel,
ganz klar!

Immer wenn sich die Wäsche im Keller nicht allein aufhängt,
steht der tote Herr Winkelmann dicht hinter mir.
Ich such seinen Schatten.
Ich suche…
Und suche…
Mein Nacken fühlt sich plötzlich so blind an.
Herr Winkelmann trinkt gerne Sprudel.
Wenn ich mich anstrenge hör ich das Knistern sogar.
Und wenn er ungeschickt ist und sabbert,
läuft es mir kalt den Rücken runter.
Ich will ihn auf einen Kaffee einladen,
aber habe gleichzeitig die Angst,
dass da dann mehr draus werden könnte.

Manchmal fängt er an mich im Keller zu fesseln.
Herr Winkelmann ist Sadist.
Seine Macht über mich wächst mit jeder stillen Minute,
mit jeder dunklen Ecke.
Immer dann küsst mich der tote Herr Winkelmann fast,
würd’ ich nicht mit einem Schrei seine Stille zerstören.
Er hält sich die Ohren zu,
ich sprinte die Treppe hoch, in die Küche,
der Radioempfang zittert.
„Was willst du von mir??“, schrei ich.
Er macht sich klein und rutscht auf Knien durch den Raum.
Ich bewerfe ihn mit abgelaufenem Joghurt,
verfehlt, verfehlt, verfehlt.
Wie zur Hölle könnte man den toten Winkel NICHT verfehlen??
Wenn er sich wenigstens wehren würde!

„Hör auf nachts am Fenster zu stehen
und Rollläden zu reparieren.
Da kann ich nicht schlafen!!
Hör auf draußen vor meinem Haus zu hupen,
wenn du doch nicht wartest, bis ich aufgestanden bin
um nach dir zu schauen!!
Hör auf, auf dem Dachboden Twister zu spielen,
wenn du weißt, dass nur ich dich hören kann!!
Hör auf nach einem Horrorfilm mir den Nacken zu küssen.
Wir sind nicht zusammen!!!
Oder etwa doch?...

Hör auf im Herbst mit Blättern Drohungen auf den Bürgersteig zu schreiben!

Es gibt 2 wirksame Arten einen Feind loszuwerden.
Man heiratet ihn und fällt ihm dann in den Rücken
Oder man rennt so schnell man kann.
Ich überlege, dass das mit Herr Winkelmann eine komische Hochzeit wäre.
Er stände schräg hinter mir,
hauchte mir ein sadistisches „tu was ich dir sage“ ins Ohr
und in unserer Hochzeitsnacht wäre HINTEN auch das neue VORNE…
Wir würden uns nie sehen.

Wegrennen vor dir, verehrter, Herr Winkelmann,
das kann ich auch nicht.
Langsam gehörst du zu mir, wohnst da hinten
im toten Winkel, will dich nicht obdachlos machen.
Bist doch mein eigener kleiner Friedhof geworden,
da hinten, so ganz für dich allein.

Bei einer Verfolgungsjagd ist der Jäger
immer schneller als die Beute,
denn der hat sein Ziel vor Augen.
Aber ich, wo soll ich hin, wenn du mal nicht mehr bist?
Wie lang und unbeschwerlich wäre der Weg nach Hause,
hörte ich nicht deine Schritte immer mich verfolgend.
Du bist mein Anlauf...

Du, Herr Winkelmann, wir müssen reden…:

Du bist du ein bisschen narzisstisch,
da stimm ich dir zu.
Und du bist hässlich, nur ich sags dir nicht.
Das Hässliche ist manchmal die wahre Schönheit,
da stimm ich dir zu.
Aber eigentlich versteh ich nicht, was du damit meinst, aber sags dir nicht.
Man soll nicht glauben was man hört, sondern hören was man glaubt
da stimm ich dir zu.
Aber ich will nicht mehr an dich glauben, nur ich sags dir nicht.
Man muss nur leidenschaftlich genug suchen, dann findet man auch,
da stimm ich dir zu.
Aber du hinterlässt schon eine Blutspur vor lauter Leidenschaft, nur ich sags dir nicht.
Man soll die Welt hassen, weil sie so verdorben ist,
da stimm ich dir zu.
Aber ich hasse dich, weil du mich verdirbst, nur sag ich’s dir nicht.
Man kann nur jemanden hassen, den man mal abgöttisch geliebt hat,
da stimm ich dir zu,
aber eigentlich hab ich dich nie geliebt, sonder nur um dich gekümmert, aber ich sags dir nicht.
Der Schmerz ist besser als gar kein Gefühl,
da stimm ich dir zu.
Aber ich hab sogar heiden viele Spaßgefühle an einer Matschpfütze, nur ich sags dir nicht.
Liebe ist das wofür man am meisten leiden muss,
man findet nur Trost in dem der einen absolut liebt.

Und ich sag dir
Alle Sorgen die du mir auf einem Silbertablett bereitest,
bringen nichts.
Der nächste Tag wird für das seine sorgen.
Herr Winkelmann, du wirst den nächsten Tag nicht mehr erleben,
nur ich sags dir nich.

Und du setzt dich trotzig ans Klavier und spielst keinen Ton.



ACHTUNG ACHTUNG

Der aufstrebende Hass gegen Liebesgedichte
Nimmt eine neue Form an in der Geschichte!
Ihr fehlt das Fundament
Das Kompliment ,
und das Argument
dafür!
Tür
Und Tor stehen sperrangelweit offen,
doch worauf lässt sich hoffen?
Für einen Liebesbrief bräuchte man Papier,
selbst wenn, fehlten die Worte hier,
denn außer Übung scheint die Facebook –Bagage!
Lahmarsch neben Lahmarsch
Hocken sie die Liebespoesie aus,
bis es nicht mehr platter geht und sagen:
„Du ´s muss raus!
I <3 u!!!!“ [Ai herz u]
Zurück kommt Thx oder sonst ein Schmu.

Die Kunst die Angebetete zu besingen,
wagte einer mal in Sindelfingen,
und allein dass man den Ort des Begnadeten noch weiß,
zeigt, die Offenbahrung hatte ihren Preis!
Will auch dem Mittelalter nicht nachweinen,
doch steht das Gerüst der Anbetung noch auf den Beinen?
Jetzt wo die Ständegesellschaft weg ist,
könnt man’s doch mal mit freier Liebe versuchen!
Könnte ein Gelände buchen
Auf dem jeder jeden küsst.
Mist.
Das war auch schon mal da gewesen…

ACHTUNG ACHTUNG!
Ein aufstrebender Hass gegen Liebesgedichte
Zieht vors jüngste Gerichte,
und würden wir hier und heute die Guillotine hacken lassen,
liefe das Herzblut Salomos und Rilkes raus,
Goethes Anblick wäre sicher auch kein Augenschmaus,
so von Maden und Zweckbeziehungen zerfressen
und wäre es wohl vermessen
den Gryphius, mit einem Lappen aufgewischt
zum Kai Pflaume zu schleppen,
dort wird ihm ein saftiges Liebesvideo im Container aufgetischt
um ihn wieder auf zu päppeln.
Nein wie Herzzerreißend,
gebt mir Nadel und Faden!
Wir können das Problem
Nicht auf die leichte Schippe laden!
Ist es denn so schwer zu sagen
welchen Schnulz man fühlt?
In welchen Herzkammern man wühlt,
um Julia und Romeo zu übertreffen?
In welchen Launen man sich suhlt.
Buhlt Kinder, buhlt
Um euer Weib, eure dralle
Dorfschnalle!
Euer Mauerblümchen in Person,
eure Tante, Tussi, euer Früchtchen,
eure Schnecke, euren Klatschmohn,
eine Perle, nur die eine,
gebt mal alles! Auf die Beine!
Lasst was hören,
arrangiert euren Minnesang in Engels-Chören,
schreibt euch die Seele aus dem Leibe
und klebts eurer Liebe doch …auf die Frontscheibe.
Und wenn ihre Körperteile vor Liebe blind
Oder wegen dem Zettel,
verstreut vor dem nächsten geschlossenen Hertie sind,
ist sie wenigstens aus Liebe gestorben,
zwar aus deiner,
aber du hast sie umworben,
das kennt so keiner:


Ich würde Entfernung hassen, die sich dehnt wie Elastan,
bin unentwegt von dir angetan.

Will dich kennen lernen
und anfangen mit dir subtil die Welt zu regieren,
will sie uns zu eigen machen und pervertieren,
bis sie uns passt,
deine Hand mich anfasst
und ich weiß, alles hat seine Ordnung,
und alles hat unsere Ordnung.
Du bist mein ganzer Plan,
ich bin derbe von dir angetan.

wenn es das ist, was ich denke, ist es nicht das was du denkst.

Ich habe beschlossen nicht mehr zu warten,
sonst sind die Abende trostlos lang.
Nach dem schwedischen Kinderfilm auf KiKa
habe ich Bohnensalat und Frühlingsrollen gemacht,
auf dem Parkett gesessen und wegen der Trostlosigkeit geweint.
Nebenan spielen sie Trivial Persuit oder lauschen einer Dichterschlacht,
saufen sich die Hucke voll oder feiern den Freitag,
als sei er einmalig.
Für mich ist er nur einer von vielen
und ich will ihn nicht benutzen,
nicht ruchlos sein,
mein Gehirn nicht freischaufeln
für einen viel versprechenden Abend,
der einem nicht das bietet, was man gerne spüren würde.
Heute kann ich ihn nicht wertschätzen.
Es hat mich nur eine Geschichte heute zum zweiten Mal,
bei weiterem Begutachten in die Denkerstirn geschubst:
Ein 22 jähriger Mann sagt auf einem Camp zu einem 15 jährigen Jungen:
„Würde ich nicht an Gott glauben, dann hätte ich mich längst umgebracht.“
Das lässt den Jungen daran zweifeln,
ob er sein Leben überhaupt weiterführen soll,
denn sein Glaube besteht einzig und allein aus der Hoffnung
seinen Konfirmationsspruch nicht zu vergessen,
wenn er an der Reihe ist ihn auswendig aufzusagen.
Er überlegt wie viel die Welt denn wert sein kann
in all ihrer beschaulichen Pracht,
ob das alles Blendung ist,
ob er zu viel sieht und dabei zu wenig an etwas glaubt.
Ist es falsch an die Welt zu glauben?
Ist das nicht die pragmatischste Art zu glauben?
Ist es nicht die weltnahste Umsetzung der Nächstenliebe,
des wahren Lebens, der Reformation?
Der Junge fängt an zu überlegen, was die Welt ohne Gott ist.
Heißt das, sie ist dann seelenlos, ohne Innereien, bedeutungslos?
Oder fehlt ihr ohne Schöpfung und Kreuzigung
einfach nur der rechte Rahmen,
das rechte Licht in dem sie sich präsentieren könnte?

Sonntag, 18. Juli 2010

Tiramisu (ein Schwachsinns-Dialog)

- Ich geh mir jetzt ganz viel zu Essen holen.
- Das ist Völlerei!
- Völlerei? Ich dachte das heißt Völkerball?
- Apropos Völkerball. Ich muss mal wieder Rammstein hören!
- Sind das die die sich nackt auspeitschen oder warst du das?
- Sowohl als auch.
- Ihr zusammen?
- Gegenseitig.
- Romantisch!
- Einen Roman wär’s wert, stimmt.
- Du hast Ideen.
- Nein.
- Sag mal, bist du immer so pessimistisch?
- Nein, ich bin messimistisch.
- Du sammelst gern?
- Ja, auch Pilze.
- Trüffel?
- Hast du mich grade als Schwein bezeichnet?
- Nein, ich hab dich als Schwein gezeichnet.
- Du bist Künstler? Ich wusste, dass deine Lache nicht echt ist-
- „künstlich“ hat nichts mit „Künstler“ zu tun.
- Blutwurst hat auch nichts mit Leberwurst zu tun und trotzdem gibt’s Schlachtplatte.
- Lachplatte! Das Wort gibt’s nicht mal im Duden.
- Ist das die Mehrzahl von „Dude“?
- Denke nicht, dass nur Männer Wörterbücher benutzen dürfen.
- zu was benutzen?
- Zum Nachschlagen.
- Ich schlag auch immer hinterher noch mal zu. Sicher ist sicher.
- Ja, wen schlägst du nicht?
- Ich bin gut zu Vögeln!
- Wusst ich’s doch! Deine Ausstrahlung verrät dich sofort. Was ist dein Geheimnis?
- Ein wöchentliches Kotbad.
- mmmh, das muss gut tun. Auch ein optimales Peeling wenn du davor Müsli gegessen hast!
- Ich hab keine Lust mit dir darüber zu diskutieren!
- Du hast Recht, so ein Diskurs ist nichts Schönes.
- Was ist schon schön.
- Goldblättchen in deinem Kotbad?
- Das wäre kitschig.
- oder dekorativ.
- Findest du mich in Kot nicht dekorativ genug?
- spekulativ genug?
- genug. Geh jetzt!
- du bist der Boss.
- dann hab ich jetzt Lust zu shoppen.
- Au repartoir!
- Vielleicht ein kleines Baguette dazu…
- Wer solche inneren Dialoge führen kann, dem gebührt echt Ruhm.
- Na, pass auf dass du nicht betrunken wirst.
- Apropos Rum. Ich hätte Bock auf Tiramisu!
- Ist das eine Stadt in Italien? Der Begriff klingt vielschichtig…
- Nein, Tiramisu ist eine Floskel die ein alter Seefahrer erfunden hat. Auf seinen langen Reisen pflegte er es seiner Freundin Tira dieses Wort per Flaschenpost zu schicken, es steht für: "Tira, I miss you"
- Und das ganze nimmt ein dramatisches Ende muss man wissen! Der Seemann stirbt, weil die junge Tira sich an einer Kerze eine Zigarette anzündete...
- Ich kenn diese Geschichte aber anders...der Seemann schneidet sich an einem der vielen Flaschenpostzetteln und verblutet während er das Lied "Tira I miss you" schreibt…
- Das "I miss you" verschmiert und alles trocknet als großer Fleck der Gott sei Dank wie ein Herz aussieht. Aber da Blut wenn es trocknet braun wird, freut sie sich auch über ein Herz aus Scheiße.

Anämie

Es sind die, die ihre Handgelenke beschneiden,
um dem heiligen Schmerz zu huldigen,
deren Blutarmut sich dann zeigt,
wenn sie den Reichtum im Saft des Lebens finden wollen,
deren kleine Wunden übersehen werden
und so zu großen Wunden führen,
deren Augen weit offen sind,
in der Hoffnung auf den atheistischen Panoramablick,
die, die vergeblich die Nähe in der Ferne suchen,
denen ständig gepackte Koffer um die Beine schlackern,
dadurch heftig torkeln,
aber für andere so aussehen, als würden sie tanzen,
die, die bewundert werden für ihre Unbeständigkeit,
für ihre Spontaneität, für ihre Hurerei,
die vom Boden abheben, Highheels tragen,
die leise auf Zehenspitzen kleine Schritte machen
um ja nicht hinzufallen,
deren Füße schmerzen, ob der 2 Meter Fußmarsch,
deren Weg ein kurzer sein wird,
auf dem sie mit ihrem eigenen Echo zanken,
weil sie den Baum vor lauter Wald nicht sehen,
die, die dagegen laufen und sich unsauber das Genick brechen,
damit es ein Zweiter aufputzen muss,
die die Dreck hinterlassen,
Servietten fallen lassen,
ohne sich das Maul abgeputzt zu haben,
an dem der ganze Honig, den ein Dritter ihnen drum geschmiert hat, klebt,
und einen Vierten an sie bindet,
nur wegen eines harmlosen Kusses,
deren Liebe keine Ansprüche hat, keine Erwartung,
die es zu erfüllen gibt,
deren Küsse so harmlos sind, dass sie damit aufhören können,
wann es ihnen beliebt,
die, die nicht genug haben um es hingeben zu können
und deswegen auf dem Bisschen, dass sie haben,
sitzen bleiben,
deren Arsch ganz wund ist vor lauter Bequemlichkeit
und Two and a half men und How I met your mother und und und,
deren Bestreben die ewige Entspannung ist,
neben allen Zwängen sich wenigstens das Abschalten zu bewahren,
die, die abgeschaltet sind und nuscheln,
weil sie keinen Unterschied machen zwischen
„joa“ und „ja“,
die, die sprachlos sind vor lauter Ohnmacht,
weil sie zum Henker noch mal ihre Allmacht nicht finden,
deren Kreuz um den Hals ein Trendschmuck ist,
eine möglichst lange Kette,
damit sie über die pralle Brust baumelt,
damit sie möglichst weit weg vom Herzen ist,
damit sie möglichst leicht über den Kopf ausgezogen werden kann,
damit sie sich nicht gefangen fühlen,
die, die denken Freiheit bestände aus möglichst wenig äußerem Druck,
möglichst wenigen verbindlichen Versprechen,
möglichst wenigen Urteilen,
möglichst wenig Meinung,
möglichst wenig Hirn,
deren innere Leere sie zum weinen bringt
und sie in dem Moment nicht wissen warum sie traurig sind
und ihre Tränen nach Gin Tonic schmecken,
die, die man durchschauen kann, weil sie so leer sind,
manchmal braun vom Kaffee,
schwarz vom Qualm,
aber niemals bunt vor Echtheit,
die, die sich überlegen ob sie die Eierbecher lieber
in gebürstetem Metall oder glänzendem nehmen sollen,
deren Esstisch zu voll von Dekoration ist um Hungrige aufzunehmen,
deren Hände eher gefaltet sind als offen,
deren Welt eine einsame ist, in all ihrer Dogmatik,
die es verpasst haben sich die Füße zu waschen
als nur von der Reinheit zu schwafeln,
die, die Angst haben zu verderben, deshalb Duschzeug loben
aber sich am Wasser verschlucken,
denen es zur Nase wieder raus läuft
und sie sich für ihre Popel schämen,
die, die die Natur ausschließen um den Reiz am Tabu zu entdecken,
die betrügen, weil sie nicht verstehen,
dass Selbstjustiz immer Rache ist
und Rache immer zu Blutarmut führt,
nach der sie dann schauen,
indem sie ihre Handgelenke beschneiden.

Dienstag, 22. Juni 2010

Es geht um dich.

Es geht um dich,
du späte Nacht,
um den der lange
in dir wacht.
Du Wunder bist,
für Unbegriffene,
sich selbst Komplex
und Ungeschliffene,
für rohe Köpfe
und offene Hände,
Luxusgeschöpfe,
unberührtes Gelände.
Du bist die Ära
der Ungehaltenen,
die überquellen,
vielen Gewalten
die andere Wange
auch noch hin halten.
Späte Nacht,
schlägst in Gesichter
Dunkelheiten,
drohst mit toten Lichtern,
Schwarztönen die streiten,
bis der erste Vogel
den letzten wachen
Menschen erschreckt,
wirst du das machen,
was bloß keinen weckt
und Übriggebliebene
taumeln lässt,
zwischen Kotze und Liebe,
viel Strafe, wenig Hiebe,
sie dir aneignest,
einverleibst
in ihre Kammern treibst.
So ehrenwert
Auch deine Absichten
Sein mögen:
Ich weiß,
nie kann ein Dunkel
das andere Dunkel töten.
Also bin ich das Licht.
So ungewollt.
Es geht um dich,
du späte Nacht.

Dienstag, 8. Juni 2010

Gute Nacht- Louise Bourgeois

Manchmal möchte man einfach nur „Gut Nacht…“ sagen.
„Gute Nacht“-sagen heißt den Tag zu erwarten.
Ein „Gute Nacht“ ist die Floskel, die den Abend ignoriert,
den Abschied verhöhnt.
Dann schläft man mit der Sonne im Rücken auf dem Bauch ein.
Im Kreuz ist es schon wieder hell, wenn die Dunkelheit die Welt überfällt.
Manchmal möchte man einfach nur „Gut Nacht…“ sagen.
Denn niemand verläuft sich wenn er liegt
Und niemand verliert etwas im Bett.
Immer rauscht der Atem ins Kissen
Und immer ist man ein Mal allein.
In der guten Nacht gehört man nur sich selbst.
Sogar vor dem Mond, dem Repräsentanten, schließt man die Augen.
Das ist blanker Hohn, die Zeit vertrödeln,
bis der Tag einem Feuer unterm Hintern macht.
Aber manchmal möchte man einfach nur „Gut Nacht…“ sagen,
weil die Nacht nur die Hälfte des Ganzen ist,
und das „Guten Morgen“ die Bedingung des Schlafs.
Man sagt eigentlich: „Wir sehn’ uns“ oder „Du weißt was zu tun ist.“
Oder „Wenn du aufwachst bin ich immer noch da.“
Wie hilflos man ist im Schlaf.
Wenn das Herz den Geist aufgibt, gehört der Kopf der Erde.
Wie mächtig man ist im Schlaf.
Kein Fehltritt, obwohl die Zeit läuft.
Sich die Zeit nehmen und Uhren ignorieren.
Wenn man um 11 aufstehen muss, wacht man auch um 11 auf.
Manchmal möchte man einfach nur „Gut Nacht…“ sagen,
denn das heißt Happy End.

Und was sagt man dann wenn jemand tot ist?
Wo ist das gute Ende? Wo ist das „Gute Nacht“?
Ein letzter Atemzug im Kissen riecht nicht halb so gut, wie ein Nächster!
Ein Trödeln ohne Blut in den Adern ist nicht halb so verrückt,
das Alleinsein ohne dabei zu sein ist nicht halb so stolz.
Wenn jemand geht, lässt er eben die andere Hälfte zurück.
Den Morgen danach, den ersten Vogel, die volle Blase:
Jemand verliert sich im Bett.
Und ich sage „Gut Nacht…“,
weil ich will, dass er irgendwo wieder Aufwacht.

Sonntag, 6. Juni 2010

Die knarre aus Holz

Kinder sind gestört.
Kinder sind gestört und unheimlich.
Man muss nicht „The sixth sense“ gesehen haben um zu wissen,
dass sie mit Toten befreundet sind.
In Bärchen-Pyjamas, Barfuß, Topffrisur, fahles Gesicht-
Sie stehen einfach nur da und verziehen keine Miene,
als wüssten sie nicht, dass sie gestört sind.
Ihr Kopf ist noch nicht von dieser Welt,
bevor die Pubertät ihn nicht gewaschen hat.
Noch klebt Dreck an den Kinderhänden,
ohne dass jemand weiß, woran es sich die Hände überhaupt schmutzig gemacht hat!
Vielleicht sollte man da mal nachhaken…
Vielleicht sollte man nicht gleich davon ausgehen, dass sie im Sand gespielt haben…
Vielleicht läuft man besser ein Mal mehr ums Haus und hält nach einer Grube ausschau…
Vielleicht schaufeln Kinder im Hinterhalt ein Grab…
„Willkür“ steht ihnen auf die Stirn tätowiert.
Und auf den rechten Unterarm „Justin“.
Und auf den linken „Bindestrich Pascall“.

Ohne Moral, tötet ein Kind gewissenlos,
ohne ausgeprägte, ausgelebte Sexualität hat ein Kind andere Fetische.
Welcher normale Mensch steht schon vor 7 auf?
Welcher normale Mensch weint um Thorsten Frings
auf einem zerrissenen Fußballbildchen?
ICH WILL ABER!
Welcher normale Mensch tut wirklich das, was er will?
Sie erscheinen körperlich schwach,
doch ihr Wille ist stark!
Welcher normale Mensch würde für eine Milchmaus sterben?
Welcher normale Mensch gäbe sein Leben für ein eigenes Go-Kart?
Welcher normale Mensch steht auf Eierfärben?
Welcher normale Mensch trinkt kein Bier zum Dart?

Marvin ist 4 Jahre alt.
Morgens, wenn sein Vater ihn weckt, steht er sofort auf,
ohne die Snooze-Taste zu drücken.
Er hat mindestens 9 Stunden ununterbrochen und unerbrochen durchgeschlafen.
Ihm reichen 18 Schokoflakes um den Vormittag zu überstehen.
Gestern hat ihm sein Vater eine Knarre aus Holz gebaut,
die will er heute Hauke zeigen.
Von ganz nah…
Aber spielen wird der damit bestimmt nicht dürfen!
Sein Vater weiß nichts davon,
dass er eine Foltermaschine erschaffen hat,
denn auch Hauke würde für ein Mal Knarre halten fast alles tun!
Um genau zu sein beißt er sich nach Aufforderung von Marvin
Selbst in den Arm und sagt der Kindergärtnerin, Marie hätte ihn gebissen.
Dann darf er ein Mal halten.
Haukes Vater weiß nicht, dass sein Sohn später Mittelalterrollenspiele
Als seine Berufung ansieht.

Der Kindergarten ist für Marvin wie das Koks für seine Mutter.
Jeden Morgen kann er sich den Quatsch reinziehen,
der ihn irgendwie am Leben erhält, wenn auch ungesund-
Schon sieht er Marie und Petra in der Puppenecke imaginären Griesbrei kochen.
Er stellt sich daneben und brät provokant ein imaginäres Steak
Und hat das Gefühl, dass sich seine Beziehung zu Frauen
Auch in den nächsten 30 Jahren nicht großartig wandeln wird.
Die Mädchen plaudern über die Wendy,
die jetzt auch keine mageren Pferde mehr zeigt,
weil ja dicke genauso gut retuschiert werden können, wie dünne.
Und außerdem ist Supersize das neue Rennpferd im stall,
weil wenig essen kann ja jeder!
Petra schüttet imaginäre Sahne neben den Griesbrei
Während Petra spielt als sei sie krank und müsse sich hinlegen.
An der Stelle wittert wiederum Marvin seine Chance,
Petra das neue Fieberthermometer zu zeigen,
es würde ihr gefallen, sie solle ihm vertrauen.
Und auch Petra hat den Eindruck,
dass sich an ihrer Beziehung zu Männern in den nächsten 30 Jahren
nicht viel ändern wird.
Marvin schaut auf die Uhr –kurz vor Mittagsschlaf-
nicht dass er nicht auf die Prinzessinenfolge von Bibi und Tina stehen würde…
…aber irgendwie macht ihm die Geigenmusik im zweiten Viertel Angst…-
und diese Hexe sei eine Ausgeburt der Hölle sagt Jonas Mutter
und sieht dabei ganz schön gut aus.
Was Marvin erst 13 Jahre später auffallen wird ist,
dass Gutaussehende zu sehr damit beschäftigt sind gut auszusehen
und es immer schwierig ist wahre Schönheit anzutreffen.
Marvin rennt raus in den Hof
Um vor dem Mittagsschlaf und dem Kind
mit dem abgeklebten Auge zu flüchten.
Was sich hinter dem Pflaster mit pinken Dinosauriern verbirgt,
will er überhaupt nicht wissen.
Aber er geht davon aus, dass sich dort was verbirgt,
sonst könnte man es ja nicht abkleben.
Er flüchtet sich also in den Sandkasten,
steckt sich eine Hand voll in den Mund,
schluckt, würgt, und sitzt die nächsten 5 Minuten stocksteif da,
mit gespreizten Fingern, den Ekel ins Gesicht geschrieben,
bis Marianne kommt und ihn auf dem Arm rein trägt,
ihm den Mund auswäscht und seiner Mutter die Diagnose ADS überbringt.
Marianne mag die Sorte Mädchen die Bilder stecken
Und zu introvertiert sind sich ein zweites Mal Essen nach zu schöpfen,
die rosige Wangen haben und auch Blumen scheißen,
die Klettverschluss ablehnen und sich die Schuhe schnüren lassen,
dann kann Marianne den Trick mit den 2 Hasenohren machen,
die sich verknoten. Dann muss sie immer lachen.
Sagte ich, Kinder sind gestört?
Vielleicht sind sie das ja nur, weil Marianne gegen den Supertoy-Club ist,
mit ihrem Mann eine Werkstatt für Holzspielzeug betreibt,
kein Risiko eingeht ein Kind auf ihren Schoß zu nehmen,
weil die Presse von Missbrauch reden könnte,
das würde sie beim besten Willen nicht aushalten.
Vielleicht weil sie ausschließlich Produkte von Weleda benutzt
Und blinkende Turnschuhe verbietet,
vielleicht weil sie nur Bücher mit Auszeichnung vorliest
und jede Woche ein neues Fieberthermometer für die Puppenecke kauft,
weil das Alte wieder mal auf mysteriöse Weise verschwunden ist.
Vielleicht weil ihre Stirn immer speckig glänzt
Und sie seit sie 4 ist Akne hat?
Weil sie Teppiche mit Auto- Parcours drauf verbietet
und den Begriff „Hot-Wheels“ nicht mal kennt.
Kinder sind gestört.
Kinder sind gestört und unheimlich.
Man muss nicht „The sixth sense“ gesehen haben um zu wissen,
dass sie mit Toten befreundet sind.
Kinder werden wie Marianne, wenn sie nicht ab und zu Sand fressen.

Mittwoch, 5. Mai 2010

Hast du Lust?

Schatz, wir gönnen uns Club-Urlaub auf Kreta
An runden Tischen neben Gyros-Buffet!
Hast du Lust?
Hand in Hand Bimssteine sammeln an weißen Stränden!
Du hast die Chance deine haarige Brust zu zeigen
Und ich die, kleine Fehler an dir liebenswert zu finden…
Dann teilen wir uns eine Liege
Und du kitzelst mich damit liebevoll am Zahnfleisch.
Hast du Lust?
Wie zwei Meerjungfrauen den Pool betauchen,
Plastikgäbelchen vom Grund des Abwassers ergattern!
Aus dem Becken gestiegen ist deine Brust begossene Trauerweide.
Wir machen uns Komplimente und Geschenke.
Ich leg dir heimlich Trantüten auf dein Kissen
Zum heimliche Auskotzen.
Denn in meinem offenen Ohr hängen schon Klümpchen
Aus Wehleidigkeit und Brusthaar.
Wir lassen uns den Sand um die Füße spülen,
bis dein kleiner Zeh zurecht geschliffen ist…
…noch länger…
…bis meine Füße nur noch Stumpf und Stumpf.
Dann stehst du irgendwann auf und gehst
Und ich bleib sitzen.
Hast du Lust?
Genießen Hotelzimmer, harte Laken, das Bett,
jeder hat seine Seite, wir schweigen uns nett.
Wir weinen, doch berühren uns nicht.
Ich pule verzweifelt Fussel aus Laken und Teppich,
will aufstehen und zu dir rüberkommen,
doch die Füße liegen am Strand.
Dann stehst du irgendwann auf und gehst
Und ich bleib sitzen.
Hast du Lust?
Wir könnten stundenlang gegen eine Wand reden.
Hast du Lust?
Meine Hose ist noch nass vom Pool,
dir steckt ein Gäbelchen im Toupet
-schön wärs-
so sitzen wir erhaben wie eh und je
auf unserem 100Euro Balkon.
Grade will ich den Mund aufmachen,
da verbietest du mir ihn,
wir rauchen.
Ich warne dich kleinlaut,
dass bloß dein Bein davon nicht abfault,
dann sitzen wir ewig hier fest.
Hast du Lust?
Wir könnten endlich mal alle Phantasien ausleben!
Ich schenke dir ein „Ich liebe dich.“,
du schenkst mir einen Fick.

Ich schreib dir Gedichte,
aber du stehst da drüber.
Dein Podest ist höher
Als die höchste Bühne sein könnte.
Du sagst: Kunst, Komplexe, Selbstdarsteller,
wirfst die Locken zurück, kämmst den Bart mit der Hand,
zupfst das T-Shirt aus der Bauchfalte,
aber ein Meter fünfundsiebzig ist nicht sehr groß.
Na Großer, hast du Lust?

Sonntag, 25. April 2010

Wer nach Feuer stinkt, gewinnt!

Macht zu Perlmutt was euch kaputt macht,
wer nach Feuer stinkt gewinnt.

Blumenkind, gib Körbe dem Hochzeitspaar,
werd dir über Vereinigung und Trennung gewahr,
sag dem Wolf, es gibt das Reißen
und den Rudel,
tu wie dir der Mond geheißen:

Dreh dich um die eig’ne Achse,
hab Gezeiten stets im Blick,
Dunkelheit und Licht, dran wachse,
gib auf Menschenzeit nen Fick.

„Hätte hätte Fahrradkette“,
kein Konjunktiv errette
deine eigene Identität,
renn dem „könnte“ nicht hinterher,
sei im Modus nicht zu spät!
Grader Gang, das „Können“ präsent,
lauf nicht, wo Herr Würde lief,
leb lieber in Brennpunkt Infinitiv:
Gehen.
Leben.
Kommen.

In diesem ganzen Eigensinn
will jeder sein wie Huckleberry Finn,
ne Pfeife und drei Freunde,
Piraten ohne Kapitalgewinn.

Leben, du bist Perle in Perlmutt,
Panzerschale, bald kaputt,
da trägt dich einer um den Hals,
bist Accessoire, und ehemals
das Souvenir von Günther Grass’
Urlaubsziel kurz vor Aderlass.

Macht zu Perlmutt was euch kaputt macht,
wer nach Feuer stinkt gewinnt.

Dann, wenn die Wurst ins Feuer fällt,
Asche ihre Pelle quält,
sitzt Steffan nah bei Nina dran,
keiner weiß wer wen gewann.
Beider Haarschopf wird ergriffen
Vom lodern, Wurstrauch inbegriffen.

Nina nennt ihn ihre Perle,
Steffan packt die Schwere
dieser Last,
weiß ganz genau, was er verpasst,
doch geht von dannen.
Denn Nina macht zu Perlmutt
Was sie kaputt macht,
setzt ganz ungewollt,
den Steffan in nen Panzer aus Gold,
Perle in Muschel,
Steffan in Puschen.
Das findet er „schwul“.

Im Bett jeder allein riechen beide zusammen
Den Rauch der ungeschickten Wurstflammen
Der aus ihren Schöpfen steigt.
Vier Augen blitzen in Perlmutt.
2 Herzen beben in Asche und Schutt.
Eine Rippe geht dabei kaputt.

Abitur ich hasse dich, ich will dich beschimpfen.

Ich sitze am Schreibtisch und löse eine Polynomdivision,
dann schlafe ich ein und löse eine Polynomdivision,
dann wache ich auf und denke an den Traum von der Polynomdivision
und schlafe darüber ein.
Ich träume von dem Ergebnis der Polynomdivision,
wache darüber auf und weiß das Ergebnis noch
aber schlafe über dem Ergebnis ein.
Ich setze ein in die Mitternachtsformel
Und wache auf, auf der Polynomdivision
Und mache eine Mitternachtsformel,
bis ich über der Rechnung einschlafe
und die Mitternachtsformel ausrechne.
Die Werte sind Icks-Eins gleich 1 und Icks-2 gleich 2.
Als ich wach werde rechne ich die Icks-Werte aus.
Sie sind 1 und 2.
Als ich mich frage, ob ich die Aufgabe schon mal gemacht habe,
leg ich mich schlafen und mache die Aufgabe noch mal.
Ich löse diese Polynomdivision in eine Gleichung dritten Grades,
und bekomme kalte Füße.
Ich wache auf und rechne die Polynomdivision zur Sicherheit noch einmal.
Da ich die Icks-Werte kenne schlafe ich ein
Und lerne Deutsch im Schlaf.
Als mich Eichendorff grade voll sülzt
Kommt mein Bruder ins Zimmer,
Telefon für mich, Sophie sei am dran,
sie hätte eine Frage zur Polynomdivision.
Wir schlafen beide ein.

Montag, 19. April 2010

süßer Senf auf Käsebrot

Ganz oft, da lieb ich dich so stark,
dass ich dich auf Händen trag
und du doch im Panzer neben mir sitzt.

Da nehm’ ich alles, was ich kriegen kann,
das alles was du gibst,
empfange 2 Namen aus dem Abspann
„Übermut-“ und „Seltengut-“ Herzallerliebst.

Wie sehr ich es doch liebe,
dass wir denken wir besäßen uns nicht.
Ich besitz dich aus Eigenliebe,
musst in mir sein, mein Gleichgewicht.

Und wenn ich renne,
tu ich jeden Schritt für dich,
falls dein Gemüt sich nach hinten richt’,
bin ich so strebsam, dein Gleichgewicht,

Ganz oft, da sind wir uns so nah,
dass nur ein Kuss noch fehlte,
und doch fehlt er nicht.

Donnerstag, 25. März 2010

Deine blumige Traurigkeit

bringt mich zum Lachen,
ganz hysterisch, wie das Kreischen
einer rostigen Tür.

Du lässt Melancholie
Melancholie sein und
Schlenderst gradewegs
In die Tiefen der Buße.

Obwohl du nicht weißt,
was Schuld ist.
Deine Adern krampfen,
die Haut klebt an den Knochen.

Ich befehle dir zu essen,
ohne Kopf, ohne dein Latein,
aber der fette Braten
setzt dir Tränen unter Nasenflügel.

Und wenn man von Klößen spricht,
denkst du an Trauerklöße.
Das sehe ich an deiner scheuen Hand,
die vor Buße
allem auszuweichen sucht.

Du Idiot!“, träller ich
und nehme deine Hand,
drücke sie in Sauerteig.
Du strahlst.

Mittwoch, 17. März 2010

freeze me

Freeze me...
It's colder.
Freeze me...
so far.

Counting your promises
acting that cold.
Asking for consequences
no start to revolt
in my heart.

Beeing involved
in many theories you've found,
can't live without
that hold on the ground.

I…I…I just wait the time away
See controlling through and then
shutdown will be confused next day.
But now I’m holding on.

In an even complex manner,
I’m in a void,
too base to stand upright,
too short so sleep at night-
In that even more close manner,
I’m in that void,
with the biggest banner
I can deploy:

Take it or leave it
For all you may say.
But stand by it
Afoot and pray:

Free me…
It’s too cold in there.
Don’t freeze me
It lames my warm
Heart and fear
Is taking place.

encore une fois

Angesicht zu Angesicht
in unserem menschlichen Liebreiz
Und ich versuche uns diesen Platz
zu eigen zu machen

Ich weiß
wir wachsen

Finde die Art
eines klareren Verstandes
dann versuche ich
weniger blind zu sein

Nein,
keine Depression

Ich fühle dich hoffen
du hast diese Befürchtungen
Aber was du nicht weißt
Ist dass ich sie ungetrübt sehe
und selbst dein Funken Hoffnung bin

Nochmal! (…Versprich mir…)
Nochmal! (…mit was du dir sicher bist…)
Nochmal!

Die Gewissheit beruhigt,
wenn ich in deinen Armen liege,
und du für den Moment
meinen Reizen erliegst

Oh halte
mich dermaßen

Im Unrecht zu sein
gehört alles in allem
nur den anderen an
die bewusstlos sind

Nein nein
Wir sind nicht naiv

Du solltest meine Dankbarkeit
entgegennehmen

Sonntag, 28. Februar 2010

München- da wo die Liebe hinfällt

Ich empfing ihn unter Linden, die kreidebleich im Eis standen. Bei minus 7 Grad fuhr Benjamin, der gefürchtete Mathematik-Könner, da logisch und hinzu noch kreativ begabt, mit dem Mittelfinger Funktionsschaubilder nach. Seine Mitschüler erwarteten, dass er in naher Zukunft die Weltherrschaft an sich reißen würde. Diese Umstände ließen mich ihn als Mathe-Nachhilfe anstellen, jeder Führer braucht einen Komplizen. Darüber konnte er nur lachen, doch meine Absicht war todernst. Akzeptabel war nur neutrales Terrain, das heißt unangefochtene Landschaft, Bank, Baum, draußen. Ich verstand schnell, hatte stets gespitzte Bleistifte, doch ihm lief oft die Nase und er benutzte Wörter wie „Biorhythmus“, „prämenstruell“, „Oder-Neißer-Grenze“, „elitär“, „bilingual“, „alternierend“, „deplatziert“ und „frivol“ viel zu häufig. Schnell ertrug ich seine Person nicht mehr, wollte aber meine Position direkt neben ihm an der Macht nicht nur wegen solch infantiler Gründe aufgeben.
Wir stiegen auf Online-Nachhilfe um, was ihm ohnehin gelegen kam, da er nach Erding ziehen würde, wenn es mir nichts ausmache. Das ging auch einige Monate gut, bis ich merkte, dass Macht auch auf Frauen anziehend wirkt, die nur seinen Körper und keine Mitgift verlangten.

Kreidebleich stand er unter Linden, die ihm womöglich als Tarnung dienten, neben seinem Haus und neben sich und empfing Vorwürfe meiner sich nur geringfügig verbessernden Schulnoten. Seine körperliche Abwesenheit würde mich peripher tangieren, doch dass seine geistige Zuwendung nachließe, beziehungsweise „alterniere“, ich mir meiner Position nicht mehr sicher sei, deshalb nicht schlafen könne und mein „Biorhythmus“ dadurch vollkommen außer Kontrolle gerate. Ich könne ihm mein Anliegen auch „bilingual“ schildern…- Er verstand und meinte dass er dieses Verhalten kenne, ich solle mir keine Sorgen machen, meine Phantasie spiele mir einen „elitären“ Streich, ich stände unter „prämenstruellem“ Druck, was meine „Frivolität“ erkläre. Ich meinte er solle die Fresse halten.

Eine Nacht versprach ich zögernd zu bleiben, aufgrund des siebzigsten Herbstfestes in Erding. Ich war informiert und begeistert vom bevorstehenden Blumenkorso, schönsten Hengsten, Stuten und dem Ochsenrennen. Der Plan, wie er mich darum bitten würde eine Nacht zu bleiben, stand schon Tage zuvor fest: Jemandem ein Kind anzuhängen macht denjenigen wohl nachdenklich und derjenige musste, zu meinem Glück, darüber eine Nacht schlafen.

Das Blumenkorso entsprach einer abstoßend kitschigen Angelegenheit und zu meiner großen Enttäuschung brachte kein Teilnehmer auch nur eine Blume zum Hupen.
Ich motzte es sei wie in der „Wisteria Lane“ bei den verzweifelten Hausfrauen, hinter der Fassade wäre alles veraltet und die Perfektion bekäme Risse und er sei das schwule Paar das nebenan nur noch offensichtlicheres Unheil im Schilde führte, er solle sich eine Schürze anziehen und Macadamia-Kekse backen.
Als ich einige Weißbiere später und 16 Weißwürste voller gestand, dass er nicht Vater werden würde, war er so erleichtert, dass er beim Ochsenrennen teilnahm und sogar beim Stuten-Schönheits-Wettbewerb von mir verlangte gebürstet zu werden, damit sein Fell schön glänze. Immer mehr wurde er zum Tier und blökte vor sich hin und mit erschreckter Miene stellte ich fest, wie schnell man die eigene Sprachmelodie im Sumpf einer anderen Kultur verlieren konnte. Ich weiß bis heute nicht, ob ihm die Hefe oder der Weizen zu schaffen gemacht hatte, auf jeden Fall verhielt er sich eigenartig und ich ertrug seine Person nicht mehr.
Der Tag war irgendwann alt geworden, die Knochen taten uns beiden weh, ihm wegen der Ochsen, mir wegen des vielen Sitzens auf den Ochsen. So warf ich meinen Hut ins verstummte Blumenkorso, prustete den Uwe (unten wird’s eklig) irgendeines Biers neben den bayrischen Dialekt unter die Weißbierbank und trug Benjamin endlich ins Bett, dessen Unterkiefer unkontrolliert neben Uwe rumgewackelt war und nun laut „Unsre Uni brennt“ hervorstieß. Ich stieg vorerst nicht auf sein „Gelalle“ ein und fand es unfassbar charmant ihn mit bayrischen Klischees aufzuziehen. Im Hinterkopf immer die bevorstehende Macht dank seines Genies, also wurde ich nicht zu garstig. Auf dem Weg nach Hause kotzte ihm mein betrunkenes Hirn Lederhosenwitze en masse vor die Füße, und dass er zu wenig Waden für den Trend hätte, sagte ich auch. Doch er fühlte sich ersichtlich wohl, so viel ich auch motzte, er wurde hier in Erding anscheinend gebraucht und wenn man gebraucht wird, dann fühlt man sich sinnvoll benutzt, etwa wie ein Müslispender, ein Ei-Köpfer oder das Stück Tageszeitung unter dem Hasenkäfig.
Schon bald roch sein gesamtes Schlafzimmer nach Alkohol-Transpirant und dank der ungepökelten Wurst nach vergammeltem Fleisch. Also zog ich ihm mit spitzen Fingern Pelle aus den Zähnen um schlimmeres zu vermeiden, machte den Mund mit Zahnpasta voll und legte Erfrischungstücher, die ich neben den übrigen Frühlingsrollen der letzten Fete gefunden hatte, auf seine Brust. Da lag er wie eine Schnapsleiche und sein Schluckauf „Unsere Uni brennt“ ging in einer Wehe des Schlafes unter.
Eine passende Gelegenheit für mich, meiner zukünftigen Umgebung gewahr zu werden, die Schwächen des Oberhauptes zu erkennen, um einen Putsch in nächster Nähe zu gewährleisten. Ich klaute Benjamin ein Dirndl aus dem Schrank und schlief auf der restlichen Wurstpelle ein. Warum er ein Kleid besaß rechtfertigte ich mit neureichem Traditiosgehabe, sowieso ertrug ich seine Person viel mehr als ich eigentlich vorhatte es zu ertragen. Vielleicht war es auch das was man als „Ausländer“ für München empfand: Manchmal braucht man einen Platz neben der potentiellen Weltherrschaft um den eigenen Rausch auszuschlafen.

Sonntag, 21. Februar 2010

verbrannter Pudding, ganzer Stolz

Oft lieg ich des Nachts auf Pudding
mit Blasen an den Füßen,
gestern hat der Boden gebrannt,
heut muss er dafür büßen.

Wüsst ich nur seinen wunden Punkt,
ein stabiles Gebrechen auf Krücke,
die Maultasche auf Himbeerparfait,
Schlaglöcher in ihrer vollsten Tücke.

Des Nachts lieg ich auf Pudding,
werf die Arme in Vanille,
es schmatzt bei jeder Bewegung,
des Nachts ist es ruhig, nichtig die Stille.

Der Boden hält,
wann immer ihm einer in die Arme fällt,
er hält und hält
und hält nicht an,
solch bodenständige Liebe
bebt dann und wann
unter der Oberfläche,
bricht aus und erstarrt,
bewahrt,
was sie verschlungen,
liegt trostlos da,
einst mit Leben gerungen.

Sag Boden, der wunde Punkt ein Vulkan?

Ich will dich lieben,
bis einer von uns beiden explodiert!
Zerfetzt auf welchem Boden liegen,
fragen wir uns dann beide dementiert.

ICH lieg des Nachts auf Pudding.
Sonst war nichts Süßes im Haus.
Ein Topf muss sterben.
Lava aus Vanille will hoch hinaus.
Der Boden brennt und will sich färben.

Ich will ihn lieben
am wunden Punkt,
verbrannter Kruste erliegen.
Tief drin sind wir gemeinsam wund...

Sonntag, 14. Februar 2010

wahre Kinderkacke

Wenn der Spitzer stumpf ist
steigt das Aggressionspotential
vor allem bei Grundschülern.

Eine Freundin sagt,
dass es bald wieder Krieg gibt,
weils den Leuten zu gut geht.

Das ist sehr klug,
denn die Spitzer sind scharf,
da könnte sich einer dran
schneiden.

SPITZE!

Donnerstag, 4. Februar 2010

so doof

Den Mann mal ich mit Bleistift,
da leck ich seine Wunden,
auf dass sie nicht mehr lecken,
kein Unheil mehr bekunden.

Die Brauen ungezupft,
ein Kornfeld vom Wind verblasen,
des Mannes Haare außer sich,
frisch, aus morgendlichen Ekstasen.

Viel Blei lass ich an Augen liegen,
die Großen stechen Plätzchen aus,
lass sie in meinen Händen wiegen,
ihrem Wert gebührt Applaus.

Der Stift bricht ab,
das Holz schürft nieder,
auf Lippen entlang,
fort über Glieder...

Es schmerzt dich nicht,
egal wie oft er bricht,
mein Handlanger, die eigen Hand
nicht benutzen zu müssen,
häng dich an die Wand,
Blei schmeckt wie Blut beim Küssen,
kann dich naturalistisch berühren,
an der Nase rumführen,
Wohlgeformte, Abstrich eines Mittlers,
da leck ich deine Wunden,
auf dass sie nicht mehr lecken,
kein Unheil mehr bekunden.

Ich geh dir an die Gurgel,
doch du hälst still für den Kontrast,
mach dich dunkel, könnt dich würgen,
da hast du was verpasst...

Ich ringe mit einem Abbild deiner selbst,
ahne deinen Namen in Lichtern einer Stadt,
die so weit hinten am Himmel hängt,
drück mein Gesicht am Fenster platt.

Und wünsche den Mann
in meinen Hof,
dass er mich nur einmal sähe,
in einer Pose, die so doof.

Freitag, 29. Januar 2010

Kotzelachen

Wenn Design die neue Kunst ist
und die Welt so alt ist,
dass sie schon gar keine Falten mehr hat,
hat uns das Botox wohl das Gehirn
weggeblasen.

So glatt wie das Porsche-Museum
läuft nie wieder,
Nützliches wird uns nie mehr derart
auf einem Silbertablett serviert.
Was fahren kann
steht.
Was rennen kann
schlendert.

Urin aktiviert das Chlor
und man schließt aus,
dass es Menschen gibt,
deren Soße uns jetzt die Lippen benetzt.

Wenn die größte Schlacht um die Freiheit
nicht mehr geführt wird,
weil die goldene Mitte gefragt ist
und der Wunsch nach Allmacht
die Ohnmacht hervorbringt,
ist es an der Zeit deutsche Schüler
vom Sklaventum und Klassensystem
zu erlösen.

So glücklich wie jetzt werden wir nie mehr sein.
Denn noch schlimmere Schicksale
im Fernsehen führen zu Revolten.
Aber jetzt ist Zeit für Hohn und Blasphemie,
für Spott über Bettnässer
und Zynismus über Erdbeben.

Wenn Design die neue Kunst ist
und die Welt so alt ist,
dass sie schon gar keine Falten mehr hat,
ist man wohl erschüttert.
Odr verschüttet?
Oder zerrüttet?

Schlaf aktiviert Müdigkeit,
die wiederum den Schlaf protegiert,
der wiederum das Träumen produziert,
da die Müdigkeit nichts anderes zulässt,
als das was sich im Schlaf zuträgt.

Das Bett ist noch warm...

Mittwoch, 27. Januar 2010

Do you have a light?

Every day is rising up completely different.
I don't want to belive in my thoughts
saying "you've lost your best friend".
That's why I'm out of sorts.

Still when the sun comes out every morning
I draw new breath
to survive a new walk through your glowing
avalanche on my path.
...A new breath to survive.

For you I would change.
For you I'm writing page for page.
For you I will appear satisfied.
Do you have a light?

Often I haven't the heart to eat
so there's the abstinence
to show you my staying power on both feet
living with this safety fence.

Every time you were my supporting shoulder.
I never really had a doubt.
But now I can't see you anymore and I moulder
drenched in tears, guilt out.

For you I would change.
For you I'm writing page for page.
For you I will appear satisfied.
Do you have a light?

If I could just see you
everything would be allright.
I'll pray for you.
And I pray day and night.

I need you restless in my life,
more I want to admit.
Before you can say knife
this is only for you chick lit.

All memories are more than present.
As dreams they come into the wake status.
Please don't resent...
...that I just...

love you more I can imagine,
love you more I can describe,
love you more to surrender,
love you more to dive.

Freitag, 8. Januar 2010

Vom Bus der bösen Geister ins Allabaster


Dein Körpersaft erstarrt auf blanker Haut,

in Bahnen sich die Suppe staut,

Nadelstiche im Nagelbett,

ein Gemach, ein Lattenrost, ein Brett,

kummerlos fällt Flocke auf den Augenfächer,

liebkost graue Wangen,

der Schlaflosigkeit Rächer,

und wo vorher noch die Vögel sangen

war der Süden zu besuch,

vielleicht sogar der Tod,

doch rein ist sein Gewissen, unbeschriebnes Buch,

bist weiß vor Unschuld, nimmst Welt auch ohne Brot,

bescheidner Greis,

so dreckig weiß...

so dreckig weiß...