Den Mann mal ich mit Bleistift,
da leck ich seine Wunden,
auf dass sie nicht mehr lecken,
kein Unheil mehr bekunden.
Die Brauen ungezupft,
ein Kornfeld vom Wind verblasen,
des Mannes Haare außer sich,
frisch, aus morgendlichen Ekstasen.
Viel Blei lass ich an Augen liegen,
die Großen stechen Plätzchen aus,
lass sie in meinen Händen wiegen,
ihrem Wert gebührt Applaus.
Der Stift bricht ab,
das Holz schürft nieder,
auf Lippen entlang,
fort über Glieder...
Es schmerzt dich nicht,
egal wie oft er bricht,
mein Handlanger, die eigen Hand
nicht benutzen zu müssen,
häng dich an die Wand,
Blei schmeckt wie Blut beim Küssen,
kann dich naturalistisch berühren,
an der Nase rumführen,
Wohlgeformte, Abstrich eines Mittlers,
da leck ich deine Wunden,
auf dass sie nicht mehr lecken,
kein Unheil mehr bekunden.
Ich geh dir an die Gurgel,
doch du hälst still für den Kontrast,
mach dich dunkel, könnt dich würgen,
da hast du was verpasst...
Ich ringe mit einem Abbild deiner selbst,
ahne deinen Namen in Lichtern einer Stadt,
die so weit hinten am Himmel hängt,
drück mein Gesicht am Fenster platt.
Und wünsche den Mann
in meinen Hof,
dass er mich nur einmal sähe,
in einer Pose, die so doof.
Donnerstag, 4. Februar 2010
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