Sonntag, 21. Februar 2010

verbrannter Pudding, ganzer Stolz

Oft lieg ich des Nachts auf Pudding
mit Blasen an den Füßen,
gestern hat der Boden gebrannt,
heut muss er dafür büßen.

Wüsst ich nur seinen wunden Punkt,
ein stabiles Gebrechen auf Krücke,
die Maultasche auf Himbeerparfait,
Schlaglöcher in ihrer vollsten Tücke.

Des Nachts lieg ich auf Pudding,
werf die Arme in Vanille,
es schmatzt bei jeder Bewegung,
des Nachts ist es ruhig, nichtig die Stille.

Der Boden hält,
wann immer ihm einer in die Arme fällt,
er hält und hält
und hält nicht an,
solch bodenständige Liebe
bebt dann und wann
unter der Oberfläche,
bricht aus und erstarrt,
bewahrt,
was sie verschlungen,
liegt trostlos da,
einst mit Leben gerungen.

Sag Boden, der wunde Punkt ein Vulkan?

Ich will dich lieben,
bis einer von uns beiden explodiert!
Zerfetzt auf welchem Boden liegen,
fragen wir uns dann beide dementiert.

ICH lieg des Nachts auf Pudding.
Sonst war nichts Süßes im Haus.
Ein Topf muss sterben.
Lava aus Vanille will hoch hinaus.
Der Boden brennt und will sich färben.

Ich will ihn lieben
am wunden Punkt,
verbrannter Kruste erliegen.
Tief drin sind wir gemeinsam wund...

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