Es geht um dich,
du späte Nacht,
um den der lange
in dir wacht.
Du Wunder bist,
für Unbegriffene,
sich selbst Komplex
und Ungeschliffene,
für rohe Köpfe
und offene Hände,
Luxusgeschöpfe,
unberührtes Gelände.
Du bist die Ära
der Ungehaltenen,
die überquellen,
vielen Gewalten
die andere Wange
auch noch hin halten.
Späte Nacht,
schlägst in Gesichter
Dunkelheiten,
drohst mit toten Lichtern,
Schwarztönen die streiten,
bis der erste Vogel
den letzten wachen
Menschen erschreckt,
wirst du das machen,
was bloß keinen weckt
und Übriggebliebene
taumeln lässt,
zwischen Kotze und Liebe,
viel Strafe, wenig Hiebe,
sie dir aneignest,
einverleibst
in ihre Kammern treibst.
So ehrenwert
Auch deine Absichten
Sein mögen:
Ich weiß,
nie kann ein Dunkel
das andere Dunkel töten.
Also bin ich das Licht.
So ungewollt.
Es geht um dich,
du späte Nacht.
Dienstag, 22. Juni 2010
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