Montag, 13. Juli 2009

Fettes Leben

Oh fettes Land,
oh fettes Leben!
Es trieft der Verstand,
es quillt das Nehmen
über.
Früher
wie heute
jagen wir Beute.
Doch erkannt hat jeder schnell,
Fett schwimmt oben
generell
auf dem Erde-Boden.

Egal was einem zwischen die Finger kommt,
es entgleitet einem promt.
Immernöcher gut genährt
setzt man sich oben auf das nun fritierte Pferd,
das sicher scheint,
ein guter Freund
um darauf auszuruh'n.
Auf totem Material wird unser Tun
von engem Herzen noch diktiert,
dass es sich nicht vor Ungeduld des Anreicherns verliert
kommt einem Wunder gleich,
dessen wir diletantisch
nicht gedenken, uns würde bleich,
weil's jeden angeht,
manchen anfällt,
uns unentdeckt entgegenstrebt,
manchen anbellt.
Und wir lecken uns wie gelähmt
alle zehn Finger beider Hände,
sonst verursachte das heiße Fett Brände!
Noch dazu lassen wir uns einen elften Finger anoperieren,
um auszukosten, zu probieren,
was keine Kosten scheut,
es kostet euch höchstens euch selbst ihr Leut'...
"Wer bekommt die ganze Faust in den Mund,
der soll unser König sein!!", schreit ein Infizierter.
Wann Blamierter?
Lang wird's nicht dauern, oder doch?
Gruben wir uns solch ein schluckendes Loch,
das egoistsich uns umrahmt,
andersartige Handlungen komplett lahmt?!
Käme es drauf an in diesem Zustand König zu werden,
metzelten sich alle die Mäuler groß, um mit der Faust im Mund zu sterben...
Könnte ich in einem Atemzug euch belehren,
euch erfahren machen,
eure Selbstlosigkeit mehren,
euren Mut für die Ewigkeit entfachen,
tät ich's, um ausgehaucht von euch zu gehen.
Wischt über meine Punkte.
Sie werden zu Kommas umgebracht.
Die sich in die Unendlichkeit erstrecken
bis mein Möglichstes vollbracht.
Oh fettes Leben kann verrecken.

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