Wie fest bist du verankert,
deine Wurzeln greifen tief,
wie sollst du dich Berg versetzen,
du stehst.
Der Boden kennt kein Grün,
und du kennst deinen Boden nicht,
verdeckst den ganzen Untergrund
mit deinem eigenen Gewicht.
Jedem der vorbei läuft
Bietest du dich an,
ein Stück vom großen Kuchen,
frisst dich sonst selbst dann und wann.
Über dich ist Gras gewachsen,
du wirkst so groß und stärker,
dein Inneres ist natürlicher Abfall
und neue Triebe lieben dich.
Dein Haupt wächst in den Himmel,
fast wie eine Kirche denkst du,
manchmal kräht kein Hahn nach dir,
dann stehst du nackt aus Müll,
auf Boden der dir verhasst,
weil Unkenntnis dich dazu treibt.
Wer sind deine Wurzeln?
Himmel gib ihnen Namen,
gib ihnen ein Gesicht.
Ich Berg ballte meine Fäuste
Und riss mich selber aus,
meinen Rumpf zu brechen,
weil er der Grund allen Übels ist.
Was hält mich nur hier fest
am blinden Fleck, im toten Winkel?
Meine Lageenergie ist keine,
ich raufe mir die Sprösslinge,
denn auch ihr Leben gründet auf himmelhochjauchzend bis zu todebetrübt-
Möchte mich Berg versetzen.
Wie zieht man sich nur selbst aus der Erde?
Ich gebe mir die Hand
Und zieh so fest ich kann.
Ich bin hin und her gerissen
Innerlich völlig verschlissen,
mit meinem weisen Wissen
komplett am Ende.
Lege mich auf mein eigen gestopftes Löwenzahnkissen
Huste Pollen,
weine eine Träne
und hüpfe auf dieser Welle davon.
Donnerstag, 16. Juli 2009
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